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3. Schritt: das Binden Wir werden nun die Bücher binden und zwar flexibel wie Taschenbücher. Die Art der Bindung, wie ich sie beschreibe, heisst Lumbeckbindung.
Sie brauchen keine komplette Buchbinderwerkstatt, aber Folgendes sollten sie haben:
- einen stabilen Arbeitstisch mit glatter, ebener Arbeitsfläche
- 4 Brettchen etwas größer als ein längsgefaltetes Din A 4 Blatt
- 4 Schraubzwingen
- ein scharfes Messer (Teppichmesser mit verstellbarer Klinge)
- eine gute Schere
- einen Borstenpinsel
- Blockleim oder Leim für Lumbeckbindungen (Papierfachhandel)
- buntes Papier
- 2 Overheadfolien
- ein gutes Lineal
- einen Stift
Als Erstes legen sie je 2 Blatt buntes Papier dort zwischen die Stapel, wo ein Buch aufhört und das nächste Buch beginnt. Das bunte Papier wird an der rechten Seite überstehen, doch das stört nicht weiter. Achten sie darauf, dass alle Papiere richtig ausgerichtet sind (Schrift weist nach oben, Bundsteg nach links!). Stapeln sie die Papiere übereinander.
Jetzt teilen sie den Stapel in handlichere Packen: Nur ganze Bücher nehmen! Die Packen sollten nicht dicker als etwa 400 Blatt sein. Auf und unter jeden Packen kommen nun noch zwei bis drei Blatt buntes Papier zum Schutz.
Nun stoßen sie den ersten Packen auf einer der Schmalseiten und an der beschnittenen Bundseite gut auf. Die Blätter müssen nun exakt aufeinanderliegen.
Es folgt der schwierigste Teil: Den gut aufgestoßenen Packen legen sie nun so auf ein Brettchen, dass die beschnittene Bundseite knapp zur Hälfte übersteht und der Stapel möglichst nicht verrutscht. Nun das zweite Brettchen darüberlegen und vorsichtig, ohne das Ganze zu verrutschen, mit den Schraubzwingen pressen.
Nun können sie mit dem Pinsel auf der Bundseite den Leim auftragen. Biegen sie den Packen dabei ruhig nach links und rechts, das verbessert die Leimung. Tragen sie den Leim satt auf, aber arbeiten sie dennoch möglichst sauber. (Siehe No. 2)
Um ein Ankleben an den Brettchen zu verhindern, legen sie die Folie unter und auf den geleimten Packen. Dann wird auch die geleimte Hälfte des Packens zwischen die beiden restlichen Brettchen geklemmt und mit Schraubzwingen gepresst.
Das sollte nun erst einmal trocknen. Danach haben sie einen dicken Block, den man so schon aufschlagen kann. Er sollte mehrere Exemplare ihres Buches enthalten, getrennt von bunten Papieren.
Mit dem Teppichmesser trennen sie nun zwischen den bunten Seiten die einzelnen Bücher voneinander. Sie heißen in dieser Form jetzt Buchblock. Die bunten Papiere dienen nun dem Schutz und können später, vor dem Weiterverarbeiten, ganz einfach abgezogen werden.
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